senfkorn-STADTteilMISSION: Kinderzeit, Frühling 2026

KINDERzeit: „Das Fest wird gefeiert“

KINDERzeit am Sonntagnachmittag in Gotha-West.
Eigentlich geht’s um vier los – aber die ersten kommen schon eine halbe Stunde früher, damit sie mehr Zeit zum Basteln haben. „Was passiert heute?“ so werden wir begrüßt. „Heute wird das Fest gefeiert!“ sagen wir.
Wir, das sind Carmen und Margit, die KINDERzeit-Waffelbäckerinnen, Michael und ich.

Es ist immer spannend für uns, wer kommt. Wie viele Kinder, bringen sie ihre Eltern mit, passt das Geplante zu den Kindern, lassen sie sich ein auf die Lieder, die Geschichte?
Wir erzählen Geschichten, die wir selbst lieben – in den letzten Wochen Gleichnisse vom Reich Gottes, die Jesus erzählt. Das letzte Mal ging es um den Hirten, der das verlorene Schaf sucht, der nicht aufgibt, bis er es gefunden hat

und heute wollen wir vom Fest erzählen, vom großen Fest zu dem wir alle eingeladen sind.

Das Fest wird vorbereitet

Dafür müssen wir erstmal gemeinsam die Festdekoration malen. Bunte Blumen mit Ölkreiden auf runde, dicke Papierfilze. Wenn beide Seiten bemalt sind, stanzt Kurbiel mit einer Zange ein Loch in sein Werk, fädelt einen Faden durch – und hängt die bunte Blume an die Zweige, die in einer großen Vase auf einem kleinen Tischchen mit weißer Festdecke stehen.

Immer wieder geht die Tür auf – und Kinder kommen dazu, manche mit ihren Mamas, andere allein, sie setzen sich an den Basteltisch und machen es den anderen nach. Wer mit der ersten Blume fertig ist, malt noch eine zweite. So langsam wird der Baum bunt und festlich. „Hm, hier riecht es lecker“ sagt ein Mädchen, sie freut sich schon auf die Waffeln, die gerade nebenher gebacken werden.

KINDERzeit: „Das Fest wird gefeiert“

Und dann versammeln wir uns alle um unsere „Festtafel“, bestaunen die bunten Blüten, und begrüßen uns mit einer kleinen Melodie:
„Guten Tag Sesuna, schön dass du da bist, Guten Tag Joel, schön dass du da bist,…“ Und immer ist ein Leuchten im Gesicht zu sehen, wenn der eigene Name gesungen wird. Ja, es ist schön, dass du da bist, du bist hier herzlich willkommen.

„Einfach spitze, dass du da bist,“ – das gilt, daran glauben wir – und ja: wir laden dich ein, dafür Gott zu loben. Es wird laut gestampft, gehüpft und getanzt.

Und auch die Mamis machen mit. Und dann gibt es noch ein neues Lied heute: Mit vorsingen – nachsingen haben es alle schnell im Ohr. „Wir singen vor Freude, das Fest beginnt, wir freuen uns, dass wir zusammen sind…“ Es geht ja heute ums Fest.

Die Fest-Geschichte

Davon erzählt Michael: „Dein Kindergeburtstag – was machst du alles?
Klar: Einladungen verteilen, Essen besorgen, die Wohnung vorbereiten… Und nun stell dir vor, alles ist fertig, du wartest auf die Gäste, aber keiner kommt. Du rufst den ersten an: „Schade ich kann leider nicht kommen, ich hab mir ein neues Spiel runtergeladen, das muss ich unbedingt ausprobieren“ – jeder hat einen anderen Grund, warum er nicht kommen kann. „Dann feiere ich eben allein“, sagt eine der Mamas, die damit wohl schon Erfahrungen gesammelt hat.

Aber in der Jesus-Geschichte ist das anders: Da geht der Gastgeber raus auf den Platz und lädt die ein, die da so rumsitzen.

Paul lacht, er scheint die Leute da draußen zu kennen – und wir erinnern uns daran, dass wir das ja tatsächlich auch schon gemacht haben, als es so kalt war – und wir noch Waffeln übrighatten. „Das Fest wird gefeiert – und jeder und jede darf mitfeiern.“

Zum Waffelessen braucht niemand eine Extraeinladung – und nach dem gemeinsamen DANKE greifen alle zu. Heute gibt es zum Festanlass auch roten Saft.

Und natürlich gehören zu einem Fest auch Spiele – heute an diesem ersten Sonnensonntag im Jahr draußen. Im Kreis und Zoe rennt. Wen sie wohl erwählen wird? Da gibt es die Schnellen – und die Langsamen – und wer gefangen wird darf eine Pause machen in der Mitte.

„Was, schon vorbei?“ fragt Lilly, als wir uns zum Abschluss an den Händen fassen „Segne Vater, tausend Sterne, segne Vater unsere Erde, segne Vater, Meer und Land, segne, Vater, Herz und Hand.“

KINDERzeit heißt sie – und es ist doch auch eine Zeit für uns Erwachsenen.

Zeit, die Freude der Kinder an ihren Werken wahrzunehmen, das Schöne zu sehen, das entsteht, Zeit sich von der Hoffnung der Geschichten anstecken zu lassen.

„Ja, das Fest wird gefeiert – und wir dürfen dabei sein.“

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